Zweiter im Schnellschach

Zweiter im Schnellschach

Am 19. März 2017 fand die diesjährige Tiroler Jugend Schnellschach-Mannschaftsmeisterschaft statt. Spielort war, wie in den letzten drei Auflagen, der Mehrzwecksaal der Marktgemeinde Wattens.

14 Mannschaften nahmen am Wettbewerb teil und es gab 7 Runden im „Schweizer System“. Gespielt wurde mit Mannschaften zu jeweils vier Spielern. Auch die Tiroler Schachschule war mit 3 Mannschaften an diesem Sonntag angereist und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Die erste Mannschaft (bestehend aus Laurin Wischounig, Stefan Leitl, Victor und Peter Nat) wurde am Ende mit der Silbermedaille belohnt. Nach zwei souveränen Auftaktsiegen in Runde 1 und 2 (3:1 und 4:0) kam es auch gleich zum Duell gegen den Turnierfavoriten VfJ Kundl 1. Die Begegnung war spannend und die Niederlage mit 1,5:2,5 (drei Remis, eine Niederlage) nur äußerst knapp. Leider gab es dann in Runde 4, kurz vor der Mittagspause, die zweite Niederlage mit 1:3 gegen Hall / Mils 1. In dieser Begegnung verloren Laurin Wischounig (gegen die elostärkste Spielerin des Turniers Chiara Polterauer) und Peter Nat (verlor die Partie in nahezu gewonnener Stellung leider einzügig) ihre jeweils einzige Partie des Turniers.

Nach der Mittagspause lief es dann nahezu optimal und durch drei Siege nacheinander konnte die Mannschaft noch den hervorragenden zweiten Platz hinter den Topfavoriten aus Kundl ergattern. Der Vorsprung auf den Drittplatzierten war mit einem halben Brettpunkt knapp und deswegen war es auch wichtig, dass Peter die letzte laufende Partie seiner Mannschaft noch gewann. Durch seinen Sieg in der letzten Runde gewann die Mannschaft 3:1.

Die Einzelergebnisse der Spieler von „Tiroler Schachschule 1“:

Laurin Wischounig 5/7
Stefan Leitl 2,5/7
Victor Nat 6/7
Peter Nat 5,5/7

Laurin gewann 4 Partien, remisierte zwei und verlor einmal. Seine Performance war sehr stark, mit tollen Siegen und Remis gegen die Top-Spieler Arthur Kruckenhauser und Benedikt Schwarz. Auch bei seiner einzigen Niederlage in Runde 4 kämpfte er lange Zeit auf Augenhöhe mit der stärksten Spielerin des Turniers.

Stefan konnte an diesem Tag nicht sein bestes Schach zeigen. Durch taktische Fehler verlor er einige Partien gegen Spieler, denen er sonst locker auf Augenhöhe begegnet. Auch sein unbändiger Kampfgeist konnte Partieverluste nicht abwehren. Ich bin mir aber sicher, beim nächsten Jugendturnier spielt er wieder vorne mit!

Victor war der Topscorer seiner Mannschaft und zudem der einzige ungeschlagene Spieler der Tiroler Schachschule. Er war an diesem Sonntag sehr konzentriert und eigentlich nie in Gefahr eine Partie zu verlieren. Durch seinen aggressiven Stil gewann er einige schöne Partien und auch sein zweites Remis in Runde 5 war entscheidend für den Mannschaftssieg (2,5:1,5) in dieser Begegnung.

Peter hat ein tolles Turnier am letzten Brett gespielt. Hätte er in Runde 4 nicht unglücklich verloren, wäre er sicherlich der Topscorer des Teams geworden. Mit 5,5 Punkten in sieben Partien war er zusammen mit Tobias Bertel der stärkste Spieler auf Brett 4. Durch sein ruhiges positionelles Spiel, gepaart mit seiner Erfahrung, konnte er in nahezu jeder Partie seinen Gegner überspielen.

Für die Mannschaft „Tiroler Schachschule 2“ spielten Paul Hirnschall, Maximilian Vinatzer, Valentin Binder und Jonas Hohenegger. Der achte Platz war am Ende des Tages ein Erfolg. Hätte man nicht in der letzten Runde den Erstplatzierten VfJ Kundl 1 zugelost bekommen, wäre eine noch bessere Platzierung möglich gewesen.

Die spielfreudige Truppe kämpfte sich durch das Turnier mit Höhen und Tiefen. Mal gab es einen 4:0-Sieg und dann mal eine 0:4-Klatsche gegen stärkere und ältere Gegner. Man darf nicht vergessen, dass es bei diesem Turnier durchaus große Altersunterschiede gab, da es keine Altersklassen wie bei anderen Jugendturnieren gab. Zum einzigen „internen“ Duell der Schachschule kam es in Runde 2. Die zweite Mannschaft musste sich den älteren und stärkeren Spielern der ersten Mannschaft mit 0:4 geschlagen geben.

Die kompakte und homogene zweite Mannschaft der Tiroler Schachschule wird in Zukunft sicher noch besser werden. Und wenn die älteren Jahrgänge nicht mehr mitspielen dürfen, wird diese Mannschaft ganz vorne mitspielen.

Die Einzelergebnisse der Spieler von „Tiroler Schachschule 2“:

Paul Hirnschall 3/7
Maximilian Vinatzer 2,5/7
Valentin Binder 4/7
Jonas Hohenegger 3/7

Paul hat viele gute Partien gezeigt. Seine Partien waren stets vom Kampf um Initiative ohne Scheu vor Risiken geprägt. 3 Siege und nahezu 50% Ausbeute sind auf Brett 1 gegen Spieler namens Kruckenhauser, Wischounig und andere eine tolle Leistung.

„Maxi“ (wie wir ihn gern nennen) zeigte seinen üblichen Spielwitz. Seine Partien waren stets interessant für den Zuschauer, ging es doch öfters mal drunter und drüber. Seine 2,5 Punkte sind nicht zu unterschätzen, denn mit ein bisschen Glück hätten es auch 4 oder mehr sein können.

Valentin kam trotz Krücken zum Turnier, um seine Mannschaft zu unterstützen. Mit 4 erzielten Punkten war er auch gleich Topscorer seines Teams. Wir von der Schachschule wünschen ihm eine schnelle Genesung.

Jonas spielte wie immer nach seinem „Alles oder Nichts-Prinzip“. Jede Partie wurde bis zum bitteren Ende ausgekämpft. 3 gewonnene Partien standen am Ende auf seinem Konto.

Für die Mannschaft „Tiroler Schachschule 3“ spielten Sandra Zedrosser, Philipp Hengl, Konstantin Halbeis und Matteo Di Cesare. Die jüngste unserer Mannschaften spielte besser als erwartet und konnte am Ende den zehnten Rang erreichen.

Lange Zeit konnte man sich im Mittelfeld halten und war in Runde 3 und 5 sogar vor der zweiten Mannschaft der Schachschule platziert. Nur die klar besseren (und teilweise viel älteren) Mannschaften Absam und Schwaz konnten diese Mannschaft eindeutig besiegen.

Die Einzelergebnisse der Spieler von „Tiroler Schachschule 3“:

Sandra Zedrosser 2/7
Philipp Hengl 5/7
Konstantin Halbeis 3/7
Matteo Di Cesare 0,5/7

Sandra hatte die schwierige Aufgabe am ersten Brett zu spielen. Als erfahrenste Spielerin der Mannschaft zeigte sie stets hohe Konzentrationsfähigkeit und Kampfgeist. Ihre 2 erzielten Punkte gegen starke Gegner sind eine gute Leistung.

Philipp kann man jetzt schon als „shooting star“ bezeichnen. Seine 5 Punkte waren eine bärenstarke (wenn nicht gar sensationelle) Leistung. Sein Eröffnungswissen und Schachverständnis sind jetzt schon sehr gut ausgeprägt. Von diesem Jungen wird man noch einiges hören!

Konstantin spielte ein Turnier mit Höhen und Tiefen. 3 Siege, vier Niederlagen waren die Bilanz. Seine Siege kamen stets im richtigen Moment. Wenn er gewann, hat die Mannschaft nie verloren (2 Mannschaftsiege und ein 2:2).

Der sympathische Italiener Matteo Di Cesare hat an diesem Sonntag sein erstes Schachturnier gespielt. Nach nur 3 Trainingseinheiten in der Schachschule zeigte er schon in den Runden 1-4 sein Talent, konnte seine jeweiligen Gegner überspielen und Gewinnstellungen erspielen. Nur Unerfahrenheit und eine Schiedsrichterentscheidung in Runde 3 haben ihn ausgebremst. Seine Leistung ist als äußerst positiv zu betrachten und mit mehr Erfahrung wird er das nächste Mal viel besser punkten.

Das Turnier war sehr gut organisiert und es ging zügig voran. Es ging pünktlich los und um 14:30 fand auch schon die Siegerehrung mit Veranstalter Dr. Roman Schmied statt. Ein toller Tag für Kinder, Jugendliche, Eltern, Begleiter und alle anderen Schachbegeisterten!

Komplimente an die Organisatoren und an die Siegermannschaft aus Kundl!
Wir sehen uns im nächsten Jahr wieder!



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