Schachrallye Kufstein – the longest hour

Schachrallye Kufstein - the longest hour

An diesem wunderbaren Sonntag gab es neben der EU-Wahl auch ein Highlight der Tiroler Schachrallye. Die heutige Station führte unsere wackeren Damen und Herren in das entlegene Kufstein, die Anreise sollte jedoch nicht das längste an diesem Tag werden.

Gruppe A:

Fast pünktlich ging es um kurz nach 09:00h mit der ersten Runde los. Alle Kinder waren Feuer und Flamme und freuten sich entlich ihr erlentes Wissen an den Mann oder die Frau zu bringen. Unser Peter Nat durfte gleich auf dem Spitzenbrett Platz nehmen und bekam mit dem späteren Sieger Philipp Pali eine große Nummer in der öserterreichischen Nachwuchsszene zugelost. Doch Peter, voller Elan, spielte groß auf und erreichte nach rund 30 Zügen eine komplizierte Stellung mit Springer, Turm und Bauern gegen Läufer, Turm und die gleiche Anzahl Knirpse. Durch den Charakter der Stellung stand Peter leicht besser und versuchte zu gewinnen, leider war ihm das Glück heute kein guter Begleiter und nach einer kleinen Unachtsamkeit und noch ein wenig kämpfen musste er schließlich die Hand reichen. Danach war irgendwie der Wurm drinnen und am Ende standen Peter 2Punkte zu Buche und er belegte den 26. Platz.

Sein Bruder Victor Nat hatte dann in Runde zwei die Chance seinen Bruder zu „rächen“, doch leider gelang es Victor nicht nach guter Eröffnung den richtigen Übergang ins Mittelspiel zu wählen und er musste sich dem Landecker ergeben. Noch immer von dem Sieg aus Runde eins beflügelt war er vielleicht in der dritten Runde ein wenig ungeduldig und verlor. Doch wir alle wissen, dass dies unseren Victor nicht aufhalten kann und so kam das Doppelpack in der vierten und fünften Runde um an Ende 3Punkte und den 15. Rang inne zu haben.

In besagter Runde 5 ging es gegen den Trainingspartner Mairtin Standun, der vor der Abschlussrunde ebenfalls 2 Zähler hatte um weit mehr. Heute musste Mairtin sich Victor geschlagen geben, doch spätestens morgen wartet bestimmt schon wieder die Revanche. So musste sich Mairtin nach einem sehr langen Turniertag mit 2Punkten und dem 31. Gesamtrang begnügen. Ich bin mir sicher beim nächsten Turnier wirds wieder besser laufen.

Einen ähnlich schwarzen Tag erwischten unsere beiden Fürsts. Lola kämpfte das ganze Turnier lang verbissen, doch auch sie musste dem langen Turnierverlauf ein wenig Respekt zollen und konnte heute nicht mehr 1Punkt und den 37. Rang erreichen. Ihr dicht au den Fersen war Savannah, aber auch da kam mir vor war trotz eines Sieges in Runde 3 die Luft danach ein wenig draußen. Im Allgemeinen gilt zu erwähnen, dass die ersten drei Runden tatsächlich 6h dauerten, da an den vorderen Brettern stets heftigst bis aufs letzte gefightet wurde. Ich kann mir vorstellen, dass dies grad für unsere jüngeren Burschen und Mädels sehr schwer. Sich mal am Tag, einfach so, insgesamt ca. 9h Stunden aufs Schach zu konzentrieren fällt selbst den Topspielern extrem schwer. Savannah belegte dann nach Runde 5 den 38. Rang mit ebenfalls einem Punkt.

Einem unserer Jungen Garde, Philipp Taschler, ging es nicht viel besser, doch auch da werden sich in Zukunft noch viele Gelegenheiten bieten um den anderen zu zeigen wo der Bartl den Most holt. Am Ende hieß es ebenfalls 1Punkt und auf Grund der besseren Zweitwertung Rang 35.

Thomas Gottschalk sagte früher bei „Wetten, dass…?“ immer: „Es hat nicht sollen sein!“ Sofern mal etwas nicht geklappt hat und so ist auch am Besten die Lage unserer 3 Kamphähne Stefan LeitlLaurin Wischounig und Simon Eliskases zu beschreiben.
Laurin erwischte mit 3/3 den perfekten und zeigte feines Schach, ehe er etwas unglücklich dem späteren Turnierzweiten, in Runde 4, ins Messer lief. Davon unbeeindruckt wählte er in der letzten Runde die Caro-Kann-Vertedigung mit den Schwarzen Steinen, spielte groß auf, gewann zuerst Springer dann Läufer seines Gegners, gab eine für starken Angriff gegen den feindlichen König im Zentrum zurück und anstatt Matt in 2, oder so ähnlich, zu geben übersah er die Lange Diagonale und stellte die Dame ein. Eine kleine Unkonzentriertheit, die wir von unserem Laurin normal nicht gewohnt sind, aber mach dir nichts draus, ich wollte nach einer 6h-Partie schon mal die feindliche Dame „matt“ setzten, ehe ich merkte, dass diese Figur doch recht ungewöhnlich zieht. Unterm Strich gab es 3Punkte und mit dem 12. Rang die beste Platzierung der Tiroler Schachschüler am heutigen Tag.

Für Simon war das Turnier auch sichtlich eine Herausorderung, es wollte und wollte nicht fertig werden. Daher entschloss sich unser kecker kleiner Mann in Runde 4 mit Weiß ein Kurzremis zu machen um für den letzten Kampf des Tages nochmal alle Kräfte bündeln zu können, doch leider wurde nach beherzten Versuchen auch nur mit einem halben Punkt belohnt, womit er 3Punkte und den 17. Platz erreichte.

Stefan. Ja was bleibt mir da zu sagen… Würdest du nicht erst um 2Uhr nachts schlafen gehen, dann wäre bestimmt noch eine Spur mehr drinnen gewesen. Besonders hervorzuheben ist hier der Sieg gegen den starken Schwazer Sebastian Pellizzari bei welchem Stefan seine Fertigkeiten im Turmendspiel unter Beweis stellen konnte. Auch wenn der Gegner ein wenig mitgeholfen hat, tolle Partie! So durfte sich Stefan über den 16. Gesamtrang und 3Zähler freuen.

Wie immer gab es in der Gruppe A einige Schachschul-interne Duelle und ich bin schon gespannt ob es beim nächsten mal wieder den gleichen Sieger oder vielleicht eine Siegerin geben wird.

Gruppe B:

In der Gruppe B hielten 3 Vetreter unsere Fahne hoch. Jakob MayrNoel Maffey und Maxi Vinatzer.
Für das Kücken unserer Runde Jakob lief es nicht schlecht, er sicherte sich 2Punkte und konnte bis auf den 15. Rang vorpreschen. Bei der nächsten Rallye gibts dann wieder 3 Punkte, am Ball bleiben. Einen guten Einstand lieferte Noel auch er erkämpfte sich 2Punkte und durfte bei seiner ersten Schachrallye bereits über den 14. Platz in der Endtabelle jubeln.
Unser fleißiger Punktelieferant Maxi ließ uns auch heute nicht im Stich und überzeugte teilweise mit schönen Partien und schönen Manövern. Manchmal sitzt die Hand am Abzug jedoch noch ein wenig zu locker und es wird zu schnell gezogen, dann hätte heut auch noch das ein oder andere Bummerl mehr rausschauen können. Nach der Schlussrunde dürfte Maximilian mit 2,5Punkten und dem guten 12.Rang auch zurieden sein.
Herzliche Gratulation an den Sieger Mawell Gan der mit dem perekten Score von 5/5 keinen Zweifel aufkommen ließ.

Im Schnellschach waren 11 Leute am Start und es war mir vergönnt mit ein wenig Glück den Turniersieg davon zu tragen.

Résumé:

Ein großes Lob möchte ich dem Veranstalter aussprechen, der es raffieniert verstanden hat mit ausgezeichhneten Schnitzelsemmeln, süßem Kuchen, Gulaschsuppe, Wurst- und Käsesemmel, sowie diversen Heiß- und Kaltgetränken Spieler und Betreuer, sowie die mitgereisten Mamas und Papas bei bester Laune zu halten. Dies war angesichts des 10h Schachmarathons garantiert nicht immer leicht. Mein Appell an den Landesverband: Überlegt euch mal wieder ein neues System der Gruppeneinteilung, oder stöbert in den Alten, aber von 10- und 11-jährigen zu verlangen sich so lange zu konzentrieren, in der Zwischenzeit zu beschäftigen und dann noch Leistung abrufen zu können, das ist lächlerlich!

Die fehlenden Urkunden liegen ab morgen im Schrank der Tiroler Schachschule und ich würde die Trainer bitten diese entsprechend auszuhändigen. Liebe Kids, solltens die Trainer vergessen, einfach kurz daran erinnern, ihr bekommt sie bestimmt!

Mein abschließender Dank gilt dem Dino, der es mir ermöglicht hat mal wieder unsere Recken bei einer Schachrallye begleiten zu dürfen, obwohl ich weiß, dass er selber gern dabei gewesen wäre um jede und jeden Einzelne/n anzufeuern.

Die Bilder der Veranstaltung findet ihr auf unserer Facebook-Seite: Fotos Kufstein

Ergebnisse

Gruppe A

Gruppe B

Schnellschach



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Termine

Schachschule auf Facebook