Tiroler Jugendschachrallye in Kundl

Tiroler Jugendschachrallye in Kundl

Am 18.9. fand in Kundl in angenehmer Atmosphäre eine hervorragend organisierte Jugendschachrallye statt, in der in den drei Bewerben insgesamt acht Jugendliche der Tiroler Schachschule teilnahmen, und das zum Teil sehr erfolgreich.

Ganz besonders erfolgreich war Quentin HALLER, der in der Gruppe A, in der er nach Siegen in den ersten 2 Runden gegen den heuer stets stark spielenden Gor TUMANYAN antrat und ihn auch besiegte. Gor, der dieses Mal fast ausschließlich gegen Jugendliche der Tiroler Schachschule spielte und abgesehen von Quentin gegen jeden siegreich war, konnte sich den dritten Platz sichern. In der vierten Runde dominierte Quentin gegen Victor NAT und war damit zusammen mit dem als Nummer 1 gesetzten Hans Peter TOTSCHNIG alleinig in Führung mit 4 von 4 Punkten. Dies bedeutete, dass es in der letzten Runde zwischen Quentin und Hans Peter zum direkten Duell um die ersten beiden Plätze kam. Quentin konnte in dieser Partie leider nicht verhindern, dass Hans Peter sich mit weiß mehr Raum und eine bessere Bauernstruktur sichern konnte, was dieser schließlich auch in einen Sieg ummünzen konnte. Damit wurde Hans Peter TOTSCHNIG Sieger (5 Punkte, 15,5 BH) der Gruppe A und Quentin HALLER mit 4 Punkten (17,5 BH) hervorragender zweiter.

Quentin HALLER (weiß) und Gor TUMANYAN (schwarz): Quentin ist bereits materiell im Vorteil (Läufer) und kann diesen Vorteil problemlos in einen Sieg ummünzen.

Quentin HALLER (weiß) und Gor TUMANYAN (schwarz): Quentin ist bereits materiell im Vorteil (Läufer) und kann diesen Vorteil problemlos in einen Sieg ummünzen.

Beste weibliche Teilnehmerin wurde wie so oft bei der Jugendschachrallye Angelina ZHBANOVA. Diese besiegte in der dritten Runde Peter NAT in einem zweistündigen Zeitnotkrimi, der fast die gesamten 2 Stunden für beide Seiten Gewinnchancen bot. In der vierten Runde unterlag sie jedoch dem Gesamtsieger Hans Peter TOTSCHNIG und konnte gegen Andreas HIRZINGER, der heuer bereits eine Schachrallye gewonnen hat, in der letzten Runde ein Remis spielen, wonach sich Angelina und Andreas mit jeweils 3,5 Punkten gemeinsam den 6. Platz teilten.

Nach zwei Siegen unterlag Peter NAT, wie bereits angeführt, gegen Angelina ZHBANOVA und konnte in der letzten Runde gegen die Französische Verteidigung von Gor TUMANYAN seinen vielversprechenden und gut herausgespielten Königsangriff nicht entscheidend verstärken, wonach er letztlich in Nachteil geriet und verlor. Ein guter 9. Platz (14 BH) wurde es damit.

Den Platz hinter ihm belegte Stefan LEITL, der im Schachschul-internen Duell in der zweiten Runde gegen Victor NAT verlor und für den damit bereits ein Spitzenplatz schwierig zu erzielen wurde. Er kämpfte sich zwar mit Siegen in Runde 3 und 4 noch heran, verlor aber leider in der letzten Runde gegen Benedikt BERTEL (4. Platz) und wurde damit 10. (3 Punkte, 13,5 BH).

Victor NAT (weiß) gegen Stefan LEITL (schwarz): Victor ist materiell und von der Stellung her im Vorteil. Er sollte den Druck mit Zügen wie Da3 erhöhen, spielt aber Lg3. Nach De3+ könnte sich dann Stefan mit einem doppelten Tausch auf d4 entlasten und in einem etwas schlechteren Endspiel noch auf ein Remis hoffen.

Victor NAT (weiß) gegen Stefan LEITL (schwarz): Victor ist materiell und von der Stellung her im Vorteil. Er sollte den Druck mit Zügen wie Da3 erhöhen, spielt aber Lg3. Nach De3+ könnte sich dann Stefan mit einem doppelten Tausch auf d4 entlasten und in einem etwas schlechteren Endspiel noch auf ein Remis hoffen.

Fast identisch verlief für Paul HIRNSCHALL und Maximilian VINATZER die Rallye. Sie konnten dreimal gewinnen, aber in Runde 2 und 4 unterlagen sie jeweils gegen Gor TUMANYAN und Andreas HIRZINGER, sodass sie sich am Ende den 12. Platz ex aequo mit 3 Punkten (12 BH) teilten.

Victor NAT gewann die 1. Runde und das Match gegen Stefan LEITL in der 2. Runde, konnte jedoch im Anschluss nur noch einen halben Punkt gewinnen und wurde schließlich 15. mit 2,5 Punkten.

Gratulation an die Sieger der Gruppe A!

  1. Hans Peter TOTSCHNIG 5 Pkt. 15,5, BH
  2. Quentin HALLER 4 Pkt. 17,5 BH
  3. Gor TUMANYAN 4 Pkt. 15 BH

 

In der Gruppe B war die Tiroler Schachschule mit einem Teilnehmer vertreten, Jonas HOHENEGGER. Dieser konnte sich immerhin gute zwei Punkte in den Runden 3 und 4 erkämpfen und wurde schließlich 18. Der Kampf um die Spitzenplätze war auch hier bis zur letzten Runde spannnend, da drei Spieler nach der vierten Runde 3,5 Punkte hatten: Clemens LERCHL, Robert KRUCKENHAUSER und Valentin BERTEL. Clemens konnte seine letzte Partie gegen den stark spielenden Gan-Erdene NARANKHUU gewinnen setzte sich damit an die Spitze. Das Match zwischen Robert und Valentin entschied Robert für sich und zog damit mit Clemens exakt gleich, denn sie hatten nun beide 4,5 Punkte und auch identische Feinwertungen – in der dritten Runde spielten sie gegeneinander Remis.  Somit gab es 2 Sieger, Robert KRUCKENHAUSER und Clemens LERCHL. Von der Niederlage Valentins profitierte Markus LENK, der mit einem Sieg in der fünften Runde Valentin noch überholte und 3. wurde (4 Punkte).

Simon ZANGERL gegen Jonas HOHENEGGER: Jonas zeigt wahren Kampfgeist. Er ist zwar einen Turm hinten, kämpft aber bis zum Schluss.

Simon ZANGERL gegen Jonas HOHENEGGER: Jonas zeigt wahren Kampfgeist. Er ist zwar einen Turm hinten, kämpft aber bis zum Schluss.

Die hervorragenden Sieger der Gruppe B:

1. Clemens LERCHL 4,5 Pkt. 16 BH
1. Robert KRUCKENHAUSER 4,5 Pkt. 16 BH
3. Markus LENK 4 Pkt. 12,5 BH

 

Dieses Mal nahm auch beim Schnellschachturnier ein Jugendlicher der Tiroler Schachschule teil, und zwar Laurin WISCHOUNIG. Hervorragend schaffte er jeweils ein Remis gegen den Elo-stärkeren Sebastian PELLIZZARI und die Nummer 1 gesetzte Chiara POLTERAUER, unterlag aber gegen Gerhard WURZER und Arthur KRUCKENHAUSER, sodass er schließlich guter 4. wurde (4 Punkte). Klarer Sieger wurde Arthur KRUCKENHAUSER, der sämtliche Partien gewann (7 Punkte). Die beiden zweitplatzierten wurden Chiara POLTERAUER und Sebastian PELLIZZARI mit jeweils einer Niederlage und zwei Remis. (5 Punkte)

Laurin WISCHOUNIG (weiß) gegen Arthur KRUCKENHAUSER (schwarz). Links sieht Sebastian PELLIZZARI zu, dahinter Armin Baumgartner.

Laurin WISCHOUNIG (weiß) gegen Arthur KRUCKENHAUSER (schwarz). Links sieht Sebastian PELLIZZARI zu, dahinter Armin Baumgartner.




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