Triumph in allen Kategorien

Triumph in allen Kategorien

berichtet Stefan Moroder von der 2. Veranstaltung der 14. Tiroler Schachrallye in Absam:

Man könnte Samstag, den 20. Mai 2017, wohl den sportlich erfolgreichsten Tag der Tiroler Schachschule nennen. An diesem Tag fand in Absam das 2. Turnier anlässlich der 14. Jugendschachrallye 2017 statt.
54 Nachwuchsspieler haben sich für das Turnier angemeldet. Gespielt wurde in zwei Kategorien:
Gruppe A (Jahrgänge 2001 und jünger)
Gruppe B (Jahrgänge 2007 und jünger)
In beiden Turnieren stand am Ende ein Spieler der Tiroler Schachschule ganz oben auf dem Podest. In der Gruppe A belegte man sogar die ersten drei Plätze. Ein sensationelles Ergebnis!

In Gruppe B war die Tiroler Schachschule mit 4 Spielern vertreten. Es wurden 5 Runden im Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 60 Minuten gespielt. Es galt Schreibpflicht und die Partien waren elogewertet.

Die Bestplatzierten der Gruppe B

Der souveräne Sieger in dieser Gruppe hieß Philip Hengl. Er konnte alle 5 Partien für sich entscheiden. Nach Runde 4 hatte er bereits seine Konkurrenz um einen vollen Punkt abgehängt. In der letzten Runde hätte also ein Remis auch locker zum Turniersieg gereicht. Doch auch in dieser Partie ließ er nichts anbrennen und seine 100%-Ausbeute bedeuteten eine Elperformance von 1759 (!). Es war sein zweiter Turniersieg in zwei Veranstaltungen bei der diesjährigen Jugendschachrallye. Ich bin sicher im nächsten Jahr wird er auch in der Gruppe A vorne mitspielen. Gratuliere!

Schweighofer Mael zeigte eine sehr gute Leistung und mit drei Punkten erreichte er Rang 10. In der Kategorie U-8 war er zweiter hinter dem achtplatzierten Hörfarter Johannes (auch drei Punkte). Sein Schachspiel verbessert sich ständig und da gibt es noch viel Luft nach oben. Er darf noch 2018 und 2019 in dieser Kategorie spielen und wird sicher einige Kategoriepreise gewinnen wenn es so weiter geht!


Jonas Hohenegger belegte am Ende der 5 Runden Platz 14. Nach einem Auftaktsieg verlor er in Runde 2 und 3 gegen den Dritt- bzw. Fünftplatzierten des Turnieres. Mit ein bisschen Losglück hätte er sicher drei Punkte und eine Top 10-Platzierung erreicht.
Auch Alexander Penz konnte am Ende des Tages 2 Punkte auf seinem Konto aufweisen. Als Neuling in der Jugendschachrallye war es ein gutes Resultat. Mit mehr Turniererfahrung wird auch er noch künftig eine Top 10-Platzierung erreichen können. Das Potenzial ist auf jeden Fall da!

In Gruppe A war die Tiroler Schachschule mit 5 Spieler vertreten. Der Spielmodus in dieser Kategorie sah folgendermaßen aus:
3 Partien Schnellschach – 15 Minuten Bedenkzeit
3 Partien mit 60 Minuten Bedenkzeit (Turnierpartien), Schreibpflicht und elogewertet
Dieser neue Spielmodus ist unorthodox. Trotzdem war es interessant, da die Top-Spiele in dieser Kategorie in den letzten drei Runden stattfanden und die längere Bedenkzeit die Qualität der Partien steigerte.


In dieser Kategorie trumpfte die Tiroler Schachschule groß auf. Das gesamte Podium war von unseren Spielern belegt.


Der strahlende Sieger der Gruppe A hieß Victor Nat. Mit 5,5 Punkte aus 6 Partien gewann er das Turnier mit einem halben Punkt Vorsprung vor seiner Konkurrenz. Nach Auftaktsiege in den Runden 1 und 2 unterlief Victor in Runde 3 gegen Robert Kruckenhauser in gewonnener Stellung ein grober Fehler (er hat einen Läufer kompensationslos übersehen). Er kämpfte sich jedoch zurück und nach einer dreifachen Zugwiederholung gab es ein Remis. Zum großen Showdown kam es dann in Runde 5. Victor gewann gegen Quentin Haller mit den schwarzen Steine eine Partie, die über lange Strecke ausgeglichen war. Runde 6 war dann nur noch Formsache.


Quentin Haller belegte mit 5 Punkten den zweiten Platz. Nur Victor konnte ihn in Runde 5, die entscheidende Partie für den Turnierausgang, besiegen. In Runde 3 hatte er den Drittplatzierten Maximilian Vinatzer besiegt. In seinen Partien zeigte er ein starkes Eröffnungsrepertoire, gepaart mit guten strategischen Plänen und eine Ruhe am Brett, die man sonst selten in seinem Alter sieht.


Maximilian Vinatzer erreichte mit 5 Punkte sein bestes Ergebnis in einer Jugendschachrallye. Sein trickreiches Spiel war an diesem Tag sehr erfolgreich. Er verlor nur gegen den Zweitplatzierten Quentin Haller, doch mit 3/3 in den letzten drei Runden (die als Turnierpartien gespielt wurden) konnte er im Endspurt noch die Bronzemedaille gewinnen. Wichtig war vor allem sein Sieg in der letzten Runde gegen den favorisierten Gor Tumanyan.
Paul Hirnschall wurde Siebter mit 4 Punkten. Er rundet damit ein eh schon sensationelles Ergebnis der Tiroler Schachschule ab. Die Platzierung und die Punkteanzahl stimmten, doch hatte man den Eindruck Paul hätte auch für einen Podestplatz an diesem Tag kämpfen können. Überseher in den Runden 2 und 5 gegen eloschwächere Gegner bremsten ihn jedoch aus.
Die einzige weibliche Turnierteilnehmerin der Tiroler Schachschule an diesem Samstag war Sandra Zedrosser. Bis zur letzten Runde war sie im Rennen für einen Podestplatz in der Kategorie „Gruppe A weiblich“. Doch leider verlor sie die letzte Partie. Am Ende standen 2 Punkte auf ihrem Konto. Gewonnen wurde ihre Kategorie von Vida Timea (3,5 Punkte).

Parallel zu den beiden Jugendturnieren fand auch ein Schnell-Schachturnier (20 Minuten Bedenkzeit) für U-18 Spieler und Begleiter statt. Auch hier war es mit Stefan Moroder (5,5/6 Punkte) ein Trainer der Tiroler Schachschule, der am Ende mit knappen Vorsprung als Sieger feststand. Hinter ihm platzierten sich Christian Hengl (5/6 Punkte) und Wetscher Wolfgang (4/6 Punkte) auf den Rängen 2 und 3. Den Preis in der Kategorie U-18 gewann Chiara Polterauer mit 3,5 Punkte.


Auch Peter Nat hat am Schnell-Schachturnier teilgenommen. Er konnte Rang 6 und eine gute Eloperformance von 1640 erreichen. Gegen seine deutlich elostärkere Konkurrenz hat er in vielen Partien gut mitgehalten und oft nur in Zeitnot oder wegen eines Fehlers in ausgeglichener Stellung verloren. In der letzten Runde drängte er mit einem interessanten Figurenopfer sogar seinen eigenen Trainer in die Defensive.

Das Turnier war sehr gut organisiert und es ging zügig voran.

Danke an den Schachklub Absam, Jugendreferentin Ina Anker und Schiedsrichter Stefan Ranner für die tolle Gestaltung des Turniers.

Ergebnisse: http://www.chess-results.com/tnr282236.aspx?lan=0&art=0&wi=821

siehe auch: 2017-05-28 TT – 049-TAMS-ASHP-20170528



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