Was die Rallye für die Kids ist, ist die TMM für die Trainer

Was die Rallye für die Kids ist, ist die TMM für die Trainer

Allzu oft beraten die Trainer unsere Schützlinge bei den Rallyes und insistieren, „sie sollen doch ruhig bleiben und sich Zeit lassen“. Die gebetsmühlenartigen Wiederholungen solcher Tipps kommen nicht von ungefähr, denn die Trainer haben am eigenen Leib erfahren, was es heißt, im Eifer des Gefechts überhastet zu ziehen und verfrühte, schlecht vorbereitete Angriffe zu starten. Den Kindern nicht unähnlich sitzen auch die Trainer zweiwöchentlich, im Zuge der Tiroler Mannschaftsmeisterschaft (TMM), nervös und beinewackelnd (Neuwortschöpfung meinerseits) vor den Brettern und versuchen unsere eigenen Hinweise zu beachten. Die gemeinsame Schlussrunde aller Klassen der Tiroler Mannschaftsmeisterschaft in Jenbach bietet eine gute Gelegenheit, um zu resümieren. Vor allem der SK HAK/HAS Innsbruck (Alex Meier, Dino Hajdarevic, Georgi Georgiev (der heißt echt so) und Georg Jocher) und der SK Pradl (Hannes Sucher, Stefan Matt und Philipp Lins) sind gespickt von Ausbildnern der Tiroler Schachschule. Weiters sind Daniel Brenninger (SK Rochade Rum) und Armin Moser (für die Tiroler Schachschule) im Meisterschaftsbetrieb aktiv.

Kurz zu den Ergebnissen der finalen Partien In der Landesliga, der höchsten Spielklasse Tirols mussten sich „die Hakler“ gegen Rum geschlagen geben. Für unsere Jungs war dieses Duell ein herber Verlust, schließlich verloren Dino (Brett 1), Georgi (Brett 2) und Georg (Brett 4) jeweils ihre Partien gegen keinesfalls übermächtige Gegner. Dino konnte mit den schwarzen Steinen den Königsangriff seines Gegners nicht verteidigen. Ganz bitter verlief das Spiel für unseren bulgarischen Import, denn Georgi verlor im Endspiel eine äußerst aussichtsreiche Stellung. Auch Georg stand vor einer unglücklichen Abwicklung ins Endspiel klar auf Sieg. Besser erging es den Pradlern, die ihr Duell für sich entscheiden konnten. Zwar verlor Hannes sein Spiel auf Brett eins nach einem durchaus spannenden Schlagabtausch, doch konnten Philipp und Stefan voll Punkten. Stefan hatte Glück, dass sein Gegner in „remisiger“ Position stellungsmäßigen Suizid beging. Philipps Gegner ließ sich zwar vom Hawaiihemd seines Gegners nicht ablenken, doch setzte sich der Vorarlberger dennoch souverän durch. Da die Tiroler Schachschule mit ihrem Team den Einzug in das oberer Playoff der Gebietsklasse knapp verfehlte, blieb es unserem Chef verwehrt, sich auch diesmal ans Brett zu setzen. Abwesend waren außerdem Alex und Daniel.

Fazit der ganzen Saison Über die gesamte Spielzeit gesehen ist zuvörderst die Leistung von Alex hervorzuheben. Mit 7 aus 10 und einer Performance von 2303 (!) konnte er ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielen. Auch Hannes kann positiv resümieren. Der Skalp von Bernhard Tabernig (einer der besten Tiroler Spieler) war der Saisonhöhepunkt. Mit ihren Vorstellungen können außerdem Stefan und Philipp zufrieden sein. Philipp konnte aus sieben Partien vier Zähler sammeln, während Stefan auf Brett 2/3 fünfzig Prozent der möglichen Punkte verbuchen konnte. Auch Georgi spielte eine starke Saison (2,5 aus 5 und Performance von 2109). Vor allem mit Blick auf seine guten Leistungen in der Bundesliga ist Dino mit seiner Bilanz in der Landesliga (4/11) bestimmt unzufrieden. Selbiges gilt für Georg, der mit einem Punkt aus drei Partien weit unter seinen Möglichkeiten blieb. Mister Hundert Prozent ist Daniel Brenninger! Allerdings mit einer Partie. Nächste Saison bitte a bisserl fleißiger 😉 Abschließend noch ein paar Impressionen der Schlussrunde (entnommen von der Homepage des Landesverbandes).



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