„Mal verliert man und mal gewinnen auch die anderen“ (vom großen Denker Otto Rehagel)

„Mal verliert man und mal gewinnen auch die anderen“ (vom großen Denker Otto Rehagel)

Bei dem am Sonntag in Kufstein ausgetragenen Teamwettkampf konnten unsere drei Mannschaften zu je vier Spielern nicht um die ersten Plätze mitkämpfen. Dies liegt in keiner Weise an der Leistung unserer zwölf Rekruten der Schachschule, sondern an der strategischen Ausrichtung der Trainer und Trainerinnen. Freilich wäre es möglich, und wie es scheint für einige Eltern auch sinnvoll gewesen, die nominell besten Schüler in einer Mannschaft agieren zu lassen, doch galt unser Fokus den Chancen für jeden Teilnehmer aus unseren Reihen. Was jedoch angemerkt werden muss, ist, dass die gegnerischen Mannschaften stärker besetzt waren, als der Großteil von uns vermutet hat. Die kluge und gerechtfertigte Frage, ob im Falle einer schlechten Platzierung die Trainer Schuld hätten (frei nach Laurin Wischounig ;-)), kann deswegen nur mit „Ja“ beantwortet werden.

Nun jedoch zum Geschehen an sich: Die erste Mannschaft (Stefan Leitl, Victor Nat, Martin Standun und David Rieser) erreichte den neunten Platz. Stefan, der es am ersten Brett mit durchwegs starken Gegnern zu tun hatte, erzielte mit zwei Punkten aus sechs gespielten Partien ein starkes Ergebnis. Er spielte ausschließlich gegen Elo-Favoriten und verdient sich deswegen ein „fettes“ Lob! Victor, den gegen Schluss sichtlich die Kräfte verließen (verständlich, denn es war ein extrem intensiver Spieltag) erspielte für sein Team einen Brettpunkt und trug damit maßgeblich zum ersten Sieg seiner Mannschaft in Runde zwei bei. Martin Standun startete fulminant in die Konkurrenz und war nach zwei Runden und einer hundertprozentigen Ausbeute zu diesem Zeitpunkt der beste in den Reihen der Schachschule. Leider konnte er sein Punktekonto anschließend nicht mehr verändern. Bereits bei seinem Turnier-Debüt feiert David Rieser seinen ersten Erfolg. Mit ebenfalls zwei Punkten kann David sehr mit sich zufrieden sein, ich bin es jedenfalls und seine Trainer bestimmt auch. 4 Matchpunkte konnten trotz unglücklicher Auslosung errungen werden, diese sind von primärer Bedeutung für die Platzierung der Mannschaften, erst bei Gleichstand zweier Teams würden die Brettpunkte ins Gewicht fallen.

Die zweite Truppe bestehend aus Laurin Wischounig, Savannah Fürst, Maximilian Vinatzer und Lola Fürst, ist in der Tabelle leicht zu finden, denn sie rangieren direkt hinter unserem erfolgreichsten eben beschriebenen Team. Laurin erkämpft sich sowohl gegen den stark aufspielenden Stefan als auch gegen den besten Spieler des Turniers, Florian Atzl, ein Remis. Savannah und Maximilian konnten sich diesmal nur die Gratiszähler, die sogenannten Kontumaz-Punkte abholen. Savannah hatte es auf Brett zwei freilich sehr schwer und Maximilian war nach einer hartnäckigen Grippe noch angeschlagen. Lola punktete einmal voll und einmal halb. In Summe ist sie somit die Topscorerin ihres Teams und somit die „Mutter“ der beiden Mannschaftssiege (= 4 MP)!

Auch die dritte Mannschaft ist nur einen Platz dahinter auf Rang elf (von dreizehn übrigens). Josef Leberer, Lukas Prader, Felix Prader und Alexander Wietzorrek kämpften intensiv, jedoch nicht allzu lange um die Siege. Nach der fünften Runde verabschiedeten sich die ersten drei Bretter in Richtung Innsbruck. Felix, der stärkste „Punkter“ der Schachschule an diesem Tag, sowie Josef und Lukas, sahen bei ihrem Alternativprogramm wohl eine sensationelle erste Halbzeit, bevor die „Wackerianer“ in Durchgang zwei wiedermal von Mateschitz´ Millionentruppe aus Salzburg eins auf die Mütze bekamen. Alexander musste somit die letzten Runden auf verlorenem Posten kämpfen (Mannschaftpunkte waren schließlich nicht mehr möglich), konnte bei seinem Antrittsturnier jedoch bereits den ersten Sieg feiern. Bemerkenswert außerdem die Ausdauer des jungen Burschen, der zwischen den Partien zumeist mit mir trainieren wollte! Am Ende bleibt ein Mannschaftssieg für unsere Dreiermannschaft.

Danke an Alle fürs Mitspielen!

Fotos sind hier zu finden, genaue Ergebnisse auf Chess-Results.



1 Kommentar zu „Mal verliert man und mal gewinnen auch die anderen“ (vom großen Denker Otto Rehagel)

  1. Alex

    Aus dem Leben:
    Wenn die Schüler / das Team gewinnt ist es immer der Verdienst von eben diesen.
    Sollte das Team verlieren ist der Trainer daran schuld!

    Denn entweder war es die Vorbereitung, die Aufstellung oder sonst irgendetwas. Allerdings oft geht es nicht um das gewinnen eines Einzelnen, sondern um den Spaß von Allen.

    Für mich persönlich würde ich jederzeit wieder die gleiche Entscheidung treffen.

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