Das große Finale in Schwaz

Das große Finale in Schwaz

Wie es bei einer Schlussveranstaltung immer ist, gab es viel Freude, große Überraschungen, aber auch den einen oder anderen Unglücklichen. Doch alles nach der Reihe.

An einem Sonntag, der richtig zum Schach spielen eingeladen hatte, fanden sich insgesamt 13 unserer Kinder im schönen Veranstaltungssaal des WIFI in Schwaz ein. Schon in der ersten Runde gab es ein Auf und Ab der Gefühle. Nachdem in der Gruppe B die meisten Partien relativ schnell entschieden waren, hat es doch in der Gruppe A ein wenig länger gedauert.

Ein bisschen möchte ich auf unseren Unglücksraben des Tages eingehen, Stefan Leitl. Man könnte es auch Stefan gegen die Zeit nennen, oder die unendliche Geschichte. Stefan hatte an diesem Tag immer zwei Gegner, einen realen und die Uhr, aber nicht, weil ihm die Zeit ausging, sondern weil er ein ums andere Mal den Zug ein wenig überhastet durchführte und sich so selbst viel zu oft unnötig in Teufelsküche brachte. Seine Partien allerdings waren sehenswert, er versteht es sehr gut den gegnerischen Plan zu durchschauen und hat ein äußerst gutes Gefühl, wo er seine Figuren platziert haben will. Stefan, mach weiter so, dann heißt es bei der Landesmeisterschaft am Ende der Semesterferien: Episode 3 – Die Rache des Stefan!

Auch Chiara Polterauer spielte in Topform, hatte aber leider noch mit dem Finalisieren ihre Probleme. Dies hielt sie aber nicht davon ab gegen den Topgesetzten des Turniers Florian Gerhold locker und lässig in der zweiten Runde zu remisieren. Eine fast makellose Partie, meine Hochachtung! Doch irgendwie fand auch Chiara ihren Tritt nicht so recht und übersah in der kommenden Partie eine Gewinnmöglichkeit. Wer weiß, was da alles noch hätte passieren können. Aber auch für sie gilt bei den Landesmeisterschaften, wer am Ende die Nase vorne hat…

Für unseren Neuen im Bunde, Peter Nat, war alles am Anfang noch ein wenig ungewohnt, spielte er doch seine erste Schachrallye. Sehr lobend sei erwähnt, dass er um jede Partie hart kämpfte, doch manchmal die Gegner einfach über ein wenig mehr Wissen verfügten. Allerdings, wenn du am Ball bleibst, Peter, dann wird dieser eine errungene Punkt in der Schlussrunde nicht dein einziger bleiben.

Für unsere Jüngeren ging es in der Gruppe B um alles. Zehn Kinder ließen es sich nicht nehmen, an den Start zu gehen, und das war auch gut so, denn jedes unserer Kinder konnte punkten! Aber auch hier gibt es ein lachendes und ein weinendes Auge.

Sehr positiv überraschte Simon Eliskases, er spielte einfach so befreit auf und ließ sich durch nichts und niemanden irritieren, sodass er am Ende des Tages mit 3,5 Punkten ausgezeichneter 7. wurde. Nur einer der Schachschule war besser: Felix Prader! Zwar machte auch er 3,5 Punkte, konnte sich aber auf Grund der viel besseren Zweitwertung den 6. Platz sichern.

Überhaupt war die Gruppenleistung sehr kompakt, die Partien untereinander hart umkämpft und einen traf es an diesem Nachmittag besonders hart, denn es lief alles so, wie es nicht hätte laufen sollen. Laurin Wischounig hatte die Gesamtwertung im Blick, vielleicht ein wenig zu sehr, erzielte für seine Verhältnisse „nur“ 3 Punkte (11.) und musste sich schließlich in der Gesamtwertung dem Vizemeister des Turniers um Haaresbreite geschlagen geben. Doch auch hier mein Appell an dich, Laurin: Kämpfe weiter, kämpfe hart, aber fair und du kannst dir bei den Landesmeisterschaften den Platz holen, den du willst.

Doch zu der Gesamtplatzierung am Ende noch ein Wort. Ich weiß eigentlich gar nicht wo weitermachen. Unser Noel Rohrleitner startete super ins Turnier (3/3) und konnte die Form leider nicht bis zur letzten Runde durchziehen und beendete die Rallye mit 3 Punkten am sehr guten 8. Rang. Auch in Lukas Prader schlummert ein Talent, wenn er (13.) es noch ein wenig öfter aufblitzen lassen könnte, dann wär Ungeahntes möglich.

Die Gruppe der Verfolger angeführt von Josef Leberer (16. – 2 Punkte), dicht gefolgt von den Fürst-Schwestern (Savannah 17. und Lola 18.) ist noch ein bisschen größer geworden. Viktor Nat erzielte bei seinem ersten Antreten gleich 2 Punkte und wurde guter 20., dicht auf den Fersen war ihm Martin Standun (23. – 2 Punkte), den vom 16. Platz nur die schlechtere Feinwertung trennte.

Ich muss gestehen, ich sah Partien, bei denen ich manchmal lieber weggeschaut hätte – Bitte lasst euch doch ein wenig Zeit zum Nachdenken! – und ich sah Partien, von denen ich meine Augen nicht lassen konnte. Wenn ihr vereinzelt nur mehr nachdenkt, erreicht ihr Wunderbares.

Am Ende kann man ein klares Resumee ziehen: Hut ab, ihr macht das ganze schon super! Denkt noch vereinzelt mehr in die Stellung hinein und am Ende schaut es noch besser für euch aus. Denn wenn ihr das ganze Wissen, welches in euch schlummert, auch noch anwenden könnt, dann muss sich jeder vor euch in Acht nehmen.

Einen herzlichen Dank an die Organisatoren des SC Schwaz, die es schafften, eine wahrhaft würdige Kulisse für eine Schlussveranstaltung auf die Beine zu Stellen.

Die Ergebnisse für die Gruppe A findet ihr hier
und die der Gruppe B unter hier
Für das Schnellschachturnier, an welchem diesmal keiner unserer Trainer teilgenommen hat, allerdings Laurins Vater eine solide Performance abgab, könnt ihr hier finden.

Bis in Kürze für den ausführlichen Bericht zum Endergebnis der Tiroler Schachrallye in Schwaz!
Alex



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